Donnerstag, 11. September 2014

Bin ich die Zielgruppe?!

Bin ich die Zielgruppe?
Oder, wie soll ich ein Buch bewerten, wenn ich nicht zur Zielgruppe gehöre?




Bei der lieben Julia, hier kommt ihr zu ihrem tollen Blog,bin ich auf einen Post gestoßen, der mich zum Nachdenken gebracht hat.
Das beschriebene "Problem" von Ihr: Eines ihrer Lieblingsbücher, dass sie mit 5 Sternen bewertet hat, wurde mit 2 Sternen bewertet. Nicht`s weiter dabei, schlechte Bewertungen gibt es, denn Meinungen sind nicht gleich!
Doch die Rezension enthielt nichts aussagekräftiges und alles, also Charaktere, Aufbau etc. , wurde gelobt.
Warum das Buch dann 2 Sterne gekriegt hat? Die Begründung war "War wohl einfach nichts für mich", oder auch " Ich war wohl einfach nicht die Zielgruppe".

Soll man das? Bücher schlecht bewerten, weil man nicht die Zielgruppe war?

Auch ich stoße immer wieder auf Rezensionen mit der Begründung " ich war nicht die Zielgruppe".
Doch ich will gerade aus Rezensionen, bei denen die Bücher schlecht bewertet wurden, etwas mitnehmen, d.h. ich will mich schon einmal einstellen, dass die Charaktere evtl. unsypmathisch sind, die Handlung verwirrend und so weiter...
Eine Rezension mit der Begründung " War wohl nichts", hilft mir da weniger!

Ich persönlich lese Bücher aus vielen verschiedenen Genres, doch ein Buch wie "Alles nur kein Mann"( Cover sieht man oben auf dem Bild) wäre wohl eher nichts für mich und ich würde nicht dazu greifen.
Diese Geschichte wäre "wohl nichts für mich". Doch Fehlgriffe können natürlich passieren.
Was dann?

Ich würde keine Rezension zu dem Buch schreiben, wenn alles, was ich zu meckern habe, deswegen ist, weil ich nicht zur Zielgruppe gehöre.
Buch zur Seite legen, mir merken, dass das Genre nichts für mich ist und abschließen damit.

Aber wie sehr ihr das? Was macht ihr in einem solchen Fall? Ist euch schon einmal ein Fehlgriff passiert?

Liebe Grüße
Eure
Lena

Kommentare:

  1. Wieder ein Beitrag, bei dem man nicht glauben kann, wie jung du eigentlich noch bist! Gut geschrieben! Deine Meinung teile ich übrigens! Ich lese selten Bücher, die so gar nicht zu mir passen. Manchmal scheint mir ein Jugendbuch zu kindlich, zu naiv, da denke ich dann auch zum Teil, dass ich einfach schon zu alt bin bzw. nicht zur Zielgruppe gehöre. Ich ziehe dann auch einen Stern ab, aber wenn das Bich sonst in Ordnung ist, bleiebn dann noch genug übrig....
    Wie macht man eigentlich die Sprechblasen in die Bilder? :-)

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    1. Danke!
      Ich habe das über Gimp gemacht ( also Sprechblasenbild ausgeschnitten und in meins eingefügt) ansonsten müsste das aber auch über Paint gehen... Oder sogar über Word? Da bin ich aber nicht sicher....

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  2. Sehr schöner Beitrag liebe Lena! Ich sehe das wie du. Es bringt nichts ein Buch bewerten zu wollen, mit dem man schon vom Genre her nicht zurecht kommt. Das ist nicht nur unfähr dem Buch sondern vor allem dem Autor gegenüber. Ich muss sicherlich nicht immer in die Zielgruppe passen, denn ich mag zum Beispiel sehr gern gute Kinder- und Jugendbücher, obwohl ich alterstechnisch schon etwas entfernt davon bin. Aber ich weiß ja, dass ich diese Geschichten mag und dann ist es in Ordnung. Ich würde beispielsweise nie ein Buch aus dem Vampirsektor lesen und nach her schreiben, ich würde es schlecht finden, weil ich nicht die Ziegruppe sei. Das weiß ich doch bevor ich das Buch lese.
    Ganz liebe Grüße
    Karin

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  3. Hallo Lena,
    du sprichst da wirklich ein interessantes Thema an. Allerdings sehe ich das doch etwas lockerer. Meiner Meinung nach bin ich dann Zielgruppe, wenn mich ein Buch dazu bewegen konnte, dass ich es nehme und lese und wenn es mir nicht gefällt, dann hab ich auch kein Problem damit, das auch in einer Rezension zu schreiben.
    Allerdings ist für mich der Satz "ich war nicht Zielgruppe" für sich allein kein Argument. Irgendwas an dem Buch hat mir dann eben nicht gefallen. Vllt waren es die Charaktere oder der Schreibstil. Was auch immer es ist, hat in erster Linie erst mal nichts mit der Zielgruppe zu tun.

    Wenn ich wirklich mal das Gefühl hatte, dass ich nicht zur Zielgruppe gehört habe, kann ich das kurz im Fazit anmerken und das Buch an Menschen, die mir ähnlich sind oder bei denen ich weiß, die lesen ähnliche Bücher, nicht weiter empfehlen. Aber dafür habe ich dann meistens auch noch andere Argumente.

    Abgesehen davon: Im eigentlichen Sinne ist eine Rezension eine objektive Betrachtung eines Buches. Aber einen Bücherblog macht eben das subjektive aus. Daher bin ich der Meinung, dass man eigentlich auf nem privaten Blog so ziemlich alles in ne Rezi reinschreiben kann, was einem durch den Kopf geht

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    1. Zu deinem Letzten Satz: Klar sollte man alles reinschreiben, was man denkt, aber mir ging es darum, dass wenn Person x nur denkt, "das Buch hat mir nicht gefallen, weil ich nicht zur Zielgruppe gehöre", diese Person dann keine Rezi schreiben müsste...

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  4. Hallo Lena!
    Das Problem habe ich auch oft gesehen. Meiner Meinung ist es auch kein Argument, dass man der Zielgruppe nicht entspricht. Wenn mir ein Buch nicht gefällt muss ich doch sagen können was es ist. Sei es das Genre selber und somit die Geschichte oder die Charaktere. Vielleicht aber auch die Schreibweise? Oder das Cover? (Bei mir wird das Cover sehr hoch bewertet). Bei Gelöscht zum Beispiel habe ich zwei Punkte für die Charaktere abgezogen, da sie wie ich finde das Buch runtergezogen haben und ich vier Punkte einfach zu viel fand.
    Der Blog ist ja dazu da , dass man Leuten Bücher weiter empfehlt oder eben nicht. Sie bewertet und darlegt was man nicht mag. Wie eine Art Analyse. Der Satz "Es war nicht meine Zielgruppe" ist für mich in einer Rezension unangebracht, da jeder die Zielgruppe ist. Aber jeder Geschmack eben anders.

    Liebe Grüße,
    Sara

    Ps: Liebe Lena am 20.9 findet bei mir eine Lesenacht statt. Vielleicht magst du auch teilnehmen?

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    1. Schön geschrieben!
      ich merke mir den Termin...

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  5. Wenn ein Buch nichts für mich ist ("Ich nicht die Zielgruppe bin") oder ich es gar einfach nicht verstehe, mich es nicht interessiert o. Ä. dann rezensiere ich es nicht und wenn, dann ohne Bewertung. Es ist auch dem Autor gegenüber nicht fair, eine schlechte Rezi zu geben, ohne einen guten Grund dafür zu haben und der Satz "Bin wohl nicht die Zielgruppe..." Sorry, das ist einfach blöd. Man weiß doch von vorneherein ob man die Zielgruppe ist oder nicht? Wieso das Buch schlecht bewerten... o.o?

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    1. Genau, an den Autor will ich nicht denken, wenn er eine solche Rezi liest...

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  6. Hallo Lena,
    zu deinem Satz: "Buch zur Seite legen, mir merken, dass das Genre nichts für mich ist und abschließen damit." ... Wenn man das bei jedem Genre machen würde, nur weil man mal ein Buch hatte was nichts für einen ist, dann hätten wir doch irgendwann nichts mehr zu lesen oder irre ich mich da? :)
    Ich persönlich lese ziemlich viele Jugendbücher und bin mit 27 vielleicht auch schon zu alt für manche davon, aber sie gefallen mir größtenteils. Dennoch ist es mir schon passiert, dass ich das ein oder andere Buch dabei hatte, wo ich ernsthaft überlegt habe und zu dem Schluss gekommen bin, einfach nicht in die Zielgruppe zu passen. Was nicht an dem Genre Jugendbuch selbst lag, sondern sich einfach nur auf das Buch bezog und auch dementsprechend begründet ist. Aber sollte ich mich deswegen vom Genre Jugendbuch abwenden? Ich denke nicht. :)

    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Ob man zur Zielgruppe passt, kommt meist gar nicht auf das Alter an, finde ich zumindest^^
      Mit deinem Kommi hast du natürlich Recht, vielleicht habe ich das wirklich ein bisschen blöd formuliert...

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  7. Ich habe "Wenn ich bleibe" auch mit 4 Sternen bewertet. Es war überhaupt nix für mich, aber ich weiß das das Buch vielen Anderen gefällt und es war echt nicht schlecht. Aber einfach nicht mein Genre :)
    Ich habe es halt keine 5 Sterne gegeben, einfach weil es nicht zu meinen Lieblingsbüchern gehört, die sonst 5 Sterne kriegen würden! :)
    LG und toller Blogpost :)♥

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  8. Mhh das ist echt eine schwere Entscheidung zumindest manchmal. Zuerst kommt es für mich drauf an wie stark macht es sich bemerktbar, dass es nicht "Mein Fall" ist. Ist es so stark, dass ich abbreche, gibt es keine Rezi. Ich schreibe zwar ein kleines Statement warum, was gut war etc. aber es gibt keine Wertung und was mir wichtig ist: Es bliebt auf meinem Blog! Es kommt nicht auf Amazon etc.
    Für den Fall, dass ich es beendet habe und ich nichts zu meckern habe ( außer dass mir es nicht gefällt) wird es schwer. Ich vergleiche es dann mit ähnlichen Büchern, die ich gelesen habe und schaue was ich da an Sternen vergeben habe. Daran versuche ich mich zu orientieren. Ins Fazit kommt dann zwar, dass es mir nicht gefallen, aber es durchaus ansprechend sein kann.
    Schlecht berwerten würde ich es nicht, aber 5 Sterne bekommt es auch nicht.
    LG Chia

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    1. danke für deinen Kommentar!
      Dein bewertungssystem ist auf jeden Fall nachvollziehbar und gut!

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  9. Wiedermal ein soo interessanter Post! Daumen hoch!
    Liebe Grüße, Hana

    http://remembertoloveit.blogspot.co.at/

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  10. Lena :) Erstmal vorweg: Es macht mir rein gar nichts aus, dass du den Beitrag geschrieben hast :) Ich finde es eher gut, dass ich euch "inspiriere" ;) :D Aber trotzdem danke, dass du mich noch mal so gefragt hast und mich auch erwähnt hast ♥

    Das ist ein echt toller Post und ich kann deine Meinung total nachvollziehen (da sie ja auch meiner entspricht, wie du weißt). Ich kann es ja wirklich ertragen, wenn Bücher, die ich echt liebe eine schlechte Rezi bekommen und ich liebe auch wirklich viele Bücher, die von vielen schlechter bewertet wurden. Aber diese Bücher sollen dann auch bitte so bewertet sein, dass ich wirklich nachvollziehen kann, warum es ihm nicht gefallen hat. Also keine Begründung a la war nicht so meins bitte.

    Bei den Nicht-Meine-Zielgruppe Büchern schreibe ich ehrlich gesagt auch nicht so gerne Rezensionen. Aber wenn man es mal muss, weil es ein Reziexemplar war oder ein Leserundenbuch oder ich das Buch bei meinen Neuzugängen vorgestellt habe und 3 Leser schon ganz gespannt auf meine Rezi sind, dann versuche ich mir auch immer vorzustellen, wie es für Leute aus meiner Familie oder aus meinem Freundeskreis wäre. Bei Büchern, bei denen ich beim Lesen merke, dass ich eigentlich schon zu alt für bin stelle ich mir dann ganz einfach meine Schwester vor, die es vielleicht ganz anders sieht und bewerte dann das Buch auf dieser Grundlage. Denn wenn eine Rezi zu einem Buch ab 14 von einem 14jährigen Mädchen gelesen wird soll sie doch auch bitte ein Fazit bekommen, mit dem sie was anfangen kann..

    So, jetzt konnte ich bei dir nochmal etwas Dampf ablassen :D Danke für den tollen Post!

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    1. Danke für den Anstoß zu dem Post;)
      Und danke für deinen ausführlichen Kommi!

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  11. Hi Lena,

    Dein Post ist einfach klasse und regt wirklich zum nachdenken an. Ich sehe es so, ich geb jedem Buch eien Chance, auch wenn es nicht unbedingt eines ist, das ich lesen würde, aber man entdeckt dadurch ja auch mal was neues, das man sonst übersehen würde. Aber nur wegen nicht meine Zielgruppe keien ehrliche Meinung schreiben zu können, das ist etwas komisch. Man kann dennoch auch sehen ob es Fehler hat, etc.

    Liebe Grüße
    Babs

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